Cloud Computing: Datenverarbeitung auf externem Rechner / Server

Seit Anfang der 2010er Jahre ist die Cloud in aller Munde und die Informationen rund um das „Cloud Computing“ werden 2017 schon längst zum Allgemeinwissen gezählt. Jedoch gibt es immer noch sehr viele Menschen, die zwar einen Computer, das Internet und verschiedene Dienstleister im Netz nutzen, aber keine Ahnung haben, was mit der Cloud eigentlich gemeint ist. In diesem Ratgeber soll das Thema Cloud einmal genauer beleuchtet werden. Zudem habe ich allen Interessierten noch einen informativen TV-Beitrag aus dem Jahr 2012 verlinkt, der anschaulich und klar verständlich „die Wolke“ und ihre Möglichkeiten beleuchtet.

Cloud im Internet: Speicher, Rechenleistung und Programme auf Servern

Mit „Cloud“ ist meistens ein Speicherplatz gemeint, der von einem Dienstleister betrieben und über dessen Internetseite angeboten wird. Privat sowie auch beruflich lässt sich nun dieser Speicherplatz von Internet-Nutzern beanspruchen. Meist werden dabei 1 bis 2 GB Speicher kostenlos vergeben; auch die Registrierung beim Anbieter ist gratis. Wer mehr Speicherplatz möchte, muss einen bestimmten Tarif buchen und entsprechende Fixkosten berücksichtigen.

Die Daten, die der Nutzer in die Cloud lädt, sind für ihn und für Kontakte, für die er die Daten freigibt, einsehbar. Auch kann der Nutzer selbst von verschiedenen Geräten auf der ganzen Welt auf seine Daten zugreifen – Voraussetzungen: ein Internetanschluss, ein internetfähiges Gerät und die Zugangsdaten zum Benutzerkonto.

Der private Wolkenspeicher zuhause: Festplattensysteme und WLAN

An verschiedene moderne Modems und Router, vor allem an jene, die über WLAN (Funk-Internet) verfügen, lassen sich per USB und Ethernet (Netzwerk-Kabelanschluss) Festplatten anschließen. Zudem kann man ganze Festplattensysteme mit bis zu mehreren Terabyte an Router anbringen. Diese können dann über das heimische WLAN von den einzelnen, eingebundenen Geräten genutzt werden. Neben Daten und Programmen für alle Bewohner / für die ganze Familie können so auch Filme und Musik für alle Haushaltsmitglieder und alle eingebundenen Geräte freigegeben werden. Ein privates Streaming-Angebot sozusagen.

Sicherheit der Dateien auf dem Cloudspeicher

Natürlich liegen die Dateien beim Cloud Computing über das Internet nicht irgendwo im leeren Raum. Sie werden sicher auf einem Server, also einem Speichersystem mit mehreren Festplatten, in den Räumlichkeiten eines Anbieters wie DropBox oder Google Drive aufbewahrt. Diese Speichersysteme sind gesichert. Wer noch mehr Sicherheit will, sollte seine Dateien vor dem Upload selbst noch einmal verschlüsseln. Das geht zum Beispiel, indem man sie in ein RAR- oder Zip-Archiv packt und dieses mit einem Passwort schützt.

Nicht nur Daten und Dateien: Programme und Rechenleistung im Web

Auf den Servern müssen aber nicht nur einzelne, systemtechnisch nicht in Beziehung stehende Dateien lagern. Auch können ganze Programme oder komplette Systeme auf einem fremden Server laufen. Das hat den Vorteil, dass man neben dem Speicherplatz auch Rechenleistung spart – bzw. auf wesentlich mehr Rechenleistung zugreifen kann, als es der eigene Computer erlaubt. So können durch die Cloud auch rechenintensive Anwendungen wie 3D-Spiele, virtuelle Realitäten, wissenschaftliche Rechen- und Render-Programme sowie vieles mehr laufen.

Die Möglichkeiten sind sehr umfassend und reichen in private, unternehmerische, künstlerische sowie auch wissenschaftliche Bereiche. Wer sich noch einmal die privaten Möglichkeiten des Cloud Computing anschauen möchte, kann dieses Video des ZDF anschauen. Viel Spaß beim Daten online aufbewahren!